Teebaumöl richtig anwenden

Selbstbehandlung mit der australischen Aromaessenz

19.08.2009 Andrea Fettweis

Wenn Sie Teebaumöl richtig anwenden, können Sie viele gesundheitliche Beschwerden ganzheitlich und ohne Nebenwirkungen behandeln.

Seine Wirkung ist seit Jahrhunderten bewiesen und auch heute erfreut es sich steigender Beliebtheit: Teebaumöl. Die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten sind ausgesprochen vielfältig, da es sowohl gegen Bakterien als auch Pilze und Viren wirkt. Dadurch wird es zu einem Universalmittel gegen viele gesundheitliche Probleme. Obwohl Teebaumöl ein sanftes Naturmittel ist, müssen vor der Anwendung jedoch einige Dinge beachtet werden.

Was man vor der Verwendung von Teebaumöl wissen muss

Als Laie dürfen Sie Teebaumöl nur äußerlich anwenden und müssen vor einer Einnahme unbedingt einen Arzt oder Aromatherapeuten konsultieren! Trotz allgemein guter Verträglichkeit kann Teebaumöl bei empfindlichen Personen zu Hautreaktionen oder Allergien führen. Daher sollte zunächst ein Tropfen des Öls auf dem Handrücken verrieben und die Wirkung beobachtet werden. Wer weiß, dass er zu Hautreizungen neigt, verdünnt das Öl vor dem Test gleich mit etwas Mandel- oder Jojobaöl. Bei der Anwendung darf Teebaumöl auf keinen Fall mit den Augen in Kontakt kommen! Während der Schwangerschaft und bei Kindern muss Teebaumöl in stark verdünnter Form verwendet werden. Selbstverständlich sollte man beim Kauf der Aromaessenz auf beste Qualität achten: Das Öl muss absolut rein und rückstandsfrei sein!

Direkte Anwendung von Teebaumöl

Sein Geruch ist zwar etwas streng, aber wenn Sie einen Tropfen Teebaumöl auf einen juckenden Mückenstich auftragen, werden Sie umgehend dafür entschädigt: Kaum ein anderes Mittel lindert so schnell und überzeugend einen starken Juckreiz! Auch bei anderen Insektenstichen können größere Schwellungen vermieden werden, wenn man sofort etwas Teebaumöl auf die Stichstelle tupft. Ein Lippenherpes kann durch das ätherische Öl schneller abheilen, denn es wirkt auch antiviral und lindert den Schmerz. Vorbeugende Einreibungen gegen Fußpilz können ebenfalls mit einigen Tropfen unverdünntem Teebaumöl vorgenommen werden. Kleinere Wunden wie etwa Nagelbettentzündungen oder leichte Verbrennungen dürfen nach der Säuberung beziehungsweise nach dem Kühlen mit kaltem Wasser mit einigen Tropfen purem Teebaumöl behandelt werden. Bitte dabei die oben genannten Bedingungen beachten!

Kompressen und Umschläge mit Teebaumöl

Nässende Wunden, entzündete Hautpartien oder Krampfadern profitieren von feuchten Kompressen oder Wickeln, die mit Teebaumöl beträufelt wurden. Alternativ können drei bis fünf Tropfen des Öls in das Wasser gegeben werden, um anschließend einen Waschlappen oder eine sterile Mullkompresse damit zu tränken und auf die betroffenen Stellen aufzulegen. Sie werden durch diese Anwendung desinfiziert, die Schmerzen gelindert und der Heilungsprozess wird beschleunigt. Bei schmerzhaften Muskelverspannungen wirken heiße Kompressen, die Sie mithilfe eines Gästehandtuchs herstellen können: Tauchen Sie es in möglichst heißes Wasser, wringen es gut aus und träufeln einige Tropfen Teebaumöl auf das Tuch. Dann legen Sie es auf die schmerzende Stelle, bis die Kompresse abgekühlt ist. Bei fieberhaften Erkrankungen können kühle Wadenwickel mit Teebaumöl Erleichterung verschaffen.

Bäder und Spülungen mit Teebaumöl

Wer unter rheumatischen Schmerzen, Hautausschlägen oder Atemwegsbeschwerden leidet, wird die entspannende Wirkung eines Vollbades genießen, in dem acht bis zehn Tropfen Teebaumöl verteilt wurden. Für Hand- und Fußbäder gegen Pilzerkrankungen, Schweißfüße oder Entzündungen werden sechs bis acht Tropfen in eine Schüssel mit warmem Wasser gegeben: Fünf bis zehn Minuten Hände oder Füße darin baden. Für ein linderndes Sitzbad gegen Hämorrhoidalbeschwerden mit Juckreiz oder bei Blasenentzündungen gibt man sechs bis acht Tropfen Teebaumöl in eine Sitzbadewanne oder große Schüssel und badet ebenfalls fünf bis zehn Minuten darin.

Bei Erkältungskrankheiten, Zahnfleischentzündungen oder Zahnschmerzen haben sich Mundspülungen mit Teebaumöl bewährt: Fünf Tropfen in ein Glas mit warmem Wasser geben und gut verrühren. Mit dieser Mischung gründlich spülen oder gurgeln, ohne die Mischung hinunter zu schlucken! Sie wirkt desinfizierend, schmerzlindernd und unterstützt den Heilungsprozess.

Inhalieren mit Teebaumöl

Für ein Dampfbad gegen Hustenreiz bei Atemwegserkrankungen oder unreiner Haut empfiehlt es sich, nur wenige Tropfen zu verwenden, da die Mischung leicht zu scharf werden könnte. Geben Sie zunächst drei Tropfen Teebaumöl in eine Schüssel mit dampfend heißem Wasser. Beugen Sie sich darüber und bedecken Sie Kopf und Schüssel mit einem großen Handtuch. Lassen Sie etwa fünf bis zehn Minuten lang die heilsamen Dämpfe auf die Haut und die Atemwege einwirken. Halten Sie dabei unbedingt die Augen geschlossen, da Teebaumöl die Augen reizen kann!

Mehr zum Thema Aromatherapie finden Sie unter Rosenöl als Heilmittel und Lavendelöl zum Wohlfühlen und Entspannen.

Quellen:

Heidelore Kluge: Durch Teebaumöl gesund und schön, Südwest-Verlag 1995.

Monika Werner: Ätherische Öle, Gräfe und Unzer GmbH 1993.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel niemals den Rat eines Arztes oder Aromatherapeuten ersetzen kann!

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